Verordungshinweise

Seit 30.5. gilt die neue Anlage 2 zur Heilmittel-RL und darin sind auch alle LÖ-II Diagnosen aufgelistet. Es gibt nun eigentlich – außer bei Lipödem ohne Lymphödem bzw. bei Lymphödem-Stadium I – keinen Grund mehr, Regresse zu fürchten.

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2906/
Bitte hier „Weiterführende Informationen“ beachten!

Eine gute Nachricht für die KPE.

Seit 30.05.2017 wurde nun also die Patientengruppe stark erweitert, deren MLD-Verordnung automatisch budget-neutral laufen: Berücksichtigt wurde nicht nur Stadium III, sondern nun auch Patienten mit Stadium II-Lymphödemen (Indikationsschlüssel LY2). Die MLD für diese Patienten unterliegt nicht mehr der Wirtschaftlichkeitsprüfung. Die entsprechenden 5-stelligen ICD-10-Codes wurden in der Diagnoseliste, in der die Erkrankungen mit langfristigen Heilmittelbedarf aufgeführt sind, mit aufgenommen (Anlage 2 zur Heilmittel-RL des G-BA). Die sog. „C-Diagnosen“ (bösartige Neubildungen, C00-C97, Indikationsschlüssel LY3) werden bereits seit Jahren als Diagnosen mit langfristigem Heilmittelbedarf anerkannt.

Bei den in der Diagnoseliste aufgeführten Codes in Verbindung mit der jeweils aufgeführten Indikationsschlüssel des Heilmittelkataloges ist vom Vorliegen eines langfristigen Heilmittelbedarfs auszugehen – eine Antragsstellung auf Anerkennung eines langfristigen Heilmittelbedarfs ist hier nicht notwendig (vergl. § 8a Abs. 2 Heilmittel-RL des G-BA).

Für Versicherte mit langfristigem Heilmittelbedarf können die dauerhaft notwendigen Heilmittel direkt als Verordnung außerhalb des Regelfalls verordnet werden, ohne dass zuvor der im Heilmittelkatalog definierte Regelfall durchlaufen werden muss. Eine Vorlage bei der Krankenkasse zur Genehmigung der Verordnung außerhalb des Regelfalls entfällt (vergl. § 8a, Abs. 8 Heilmittel-RL des G-BA).

(nach Heike Stölzl, Juzo)